Was uns auszeichnet und bewegt: Hier bekommst du Einblicke in Auszeichnungen, Presseberichte und offizielle Themen rund um Manten.
Klara Müller hat eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert.
Eigentlich hatte sie vor, nach der Schule in den medizinischen Bereich einzusteigen. „Ich konnte mir gut vorstellen, als OP-Schwester zu arbeiten“, erinnert sie sich. Doch bei einem Praktikum im Krankenhaus stellte sie schnell fest, dass dies nicht der richtige Weg für sie ist.
So entschied sich die heute 21-Jährige nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium in Straelen zunächst für eine Auszeit, jobbte ein Jahr lang und überlegte, wie es für sie beruflich weitergehen soll. Es war ihr Nachbar, der sie schließlich auf die Möglichkeit einer kaufmännischen Ausbildung aufmerksam machte. Er absolvierte bereits eine Ausbildung bei der Firma Heinrich Manten in Geldern, und es gefiel ihm gut. Klara war von der Idee begeistert, da sie in diesem Bereich ihre Interessen für Wirtschaft, Organisation und Kommunikation kombinieren kann. Sie bewarb sich bei der Firma Manten um eine Ausbildungsstelle zur Industriekauffrau. „Schon in den ersten Bewerbungsgesprächen gefiel mir die Atmosphäre, es passte direkt“, erinnert sie sich.
Im August 2022 begann sie ihre Ausbildung, die sie im Januar dieses Jahres erfolgreich abschließen konnte. Industriekaufleute sind in verschiedensten Branchen tätig und übernehmen dort kaufmännische und betriebswirtschaftliche Aufgabenbereiche aller Art. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre; aufgrund ihrer guten Leistungen konnte Klara Müller auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Während dieser Zeit durchlief sie die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens, unter anderem wurde sie in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Personalwesen und Qualitätssicherung eingearbeitet und lernte die wesentlichen Geschäftsprozesse kennen. Besonders wohl fühlte sich Klara direkt in der Personalabteilung, wo sie aufgrund ihrer kommunikativen und gewissenhaften Art ihre Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und in der Teamarbeit optimal einsetzen kann. „Die Aufgaben sind sehr vielseitig und abwechslungsreich“, erklärt die Aldekerkerin. „Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich, und man ist ständig im Kontakt mit Kollegen und anderen Menschen.“
Mit jedem Ausbildungsjahr werden die Aufgaben für die Azubis anspruchsvoller und der Verantwortungsbereich größer. Neben der Zeit im Ausbildungsbetrieb werden in der Berufsschule alle wichtigen theoretischen Grundlagen vermittelt. Zu Beginn ihrer Ausbildung besuchte Klara zweimal wöchentlich den Berufsschulunterricht am Berufskolleg Geldern, ab dem zweiten Halbjahr des zweiten Ausbildungsjahres wurde der Unterricht auf einen Tag pro Woche reduziert. Die Schule vermittelt alle wichtigen theoretischen Grundlagen, zum Beispiel Geschäftsprozesse, Rechnungswesen und Wirtschaftslehre. Im ersten Ausbildungsjahr stehen zudem allgemeine Fächer wie Deutsch, Englisch und Sport auf dem Stundenplan. Die Firma Manten bietet den Auszubildenden darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse in regelmäßigen Online-Sitzungen unter Leitung einer Englisch-Lehrerin zu verbessern. „In diesen Sitzungen tauschten sich wir uns auf Englisch aus, erweitern unseren Wortschatz und werden sicherer in der Fremdsprache“, erklärt Klara Müller, die den Austausch mit den anderen Azubis im Unternehmen sehr schätzt. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in der Freizeit, wo gemeinsame Aktivitäten und Projekte geplant werden.
Mit Beendigung ihrer Ausbildung wurde Klara Müller von der Manten Group übernommen. Sie möchte in der Personalabteilung bleiben und sich weiter fortbilden, um in diesem Bereich noch mehr Verantwortung zu übernehmen und ihre beruflichen Perspektiven weiter auszubauen. „Die Möglichkeiten, sich zu spezialisieren, sind vielfältig“, weiß sie. „Ich werde in der nächsten Zeit die verschiedenen Bereiche im Personalwesen näher kennenlernen und schauen, was mich besonders interessiert.“
Fläche als Ressource gegen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Die Vision vom grünen Schlachthof nimmt in Geldern (Kreis Kleve) zunehmend Gestalt an. Jeder Quadratmeter Fläche des Schlachthofgeländes der Familie Manten wird für die Installation von Photovoltaik-Anlagen genutzt und modernste, ressourcenschonende Technik eingesetzt. Ziel ist es, die Eigenproduktion von Strom und Gas auf 70% zu steigern.
Von Marcel Manten
Die Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG ist ein echter Familienbetrieb. Die Firmengeschichte beginnt mit der Gründung im Jahr 1951 als reines Schlachtunternehmen. Heute werden hier Schweine nicht nur geschlachtet, sondern auch zerlegt und die Produkte in der Region Niederrhein, im Bundesgebiet und weltweit in 38 Ländern vertrieben. Das Unternehmen, umgeben von Wiesen und Äckern, setzt seit jeher auf einen engenKontakt zu den Landwirten in der Umgebung. Das hat geholfen, auch in den aktuellen Krisenzeiten stabile Schlachtzahlen aufrechtzuerhalten; circa eine Million Schweine werden hier im Jahr verarbeitet. Inzwischen wächst die dritte Generation Zug um Zug in die Unternehmensführung hinein. Das bringt Veränderung und frischen Wind in den Betrieb, der nötig ist, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, die gesellschaftliche Anforderungen sowie Klima- und Umweltschutz mit sich bringen. Ein zentrales Thema dabei ist die Nachhaltigkeit. Bereits die zweite Generation mit Heiner Manten und seinem Bruder Peter Franz ist voll engagiert auf die Nachhaltigkeitsspur eingebogen und hat in die Zukunft investiert. Aber der Schlacht- und Zerlegebetrieb birgt noch weitere Ressourcen für mehr Nachhaltigkeit.
Im Jahr 2010 wurden die ersten beiden Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Betriebsgebäude montiert. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht ahnen, dass daraus ein umfassendes Nachhaltigkeitsprojekt werden würde. Mit diesen ersten Anlagen wurde innerhalb eines Jahres der CO2-Ausstoß bereitsum 57 t reduziert. 2011 folgte eine weitere Anlage, die noch einmal eine Reduktion von 13 t CO2 brachte. Seit 2015 ist das Unternehmen nach DIN EN ISO 50001, die Vorgaben für ein systematisches Energiemanagement definiert, zertifiziert. Zeitgleich wurde ein Energieteam im Betrieb zusammengestellt, das die weitere Entwicklung in diesem Bereich vorantreibt. Die ersten drei Photovoltaik- Anlagen produzierten insgesamt 125 000 Kilowattstunden (kWh) klimaneutralen Strom im Jahr, der überwiegend selbst genutzt wurde. Zusätzliche Dachflächen der Betriebsgebäude wurden sukzessive mit weiteren Anlagen bestückt und auf diese Weise immer mehr grüner Strom erzeugt. Mit meinem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2016 ging das erste Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 450 Kilowatt (kW) Stromerzeugung und 480 Kilowatt (kW) Wärmeerzeugung ans Netz. Durch dieses Blockheizkraftwerk verringerte sich der CO2-Ausstoß jährlich um weitere 385 t.
Mit diesen Investitionen in eine nachhaltige Energieerzeugung gelang es bis 2016 rund circa 1300 t CO2 einzusparen. Eine Einsparung, die sich zu dieser Zeit sehr gut sehen lassen konnte. Um weitere Emissionen einsparen zu können, wurde mit engagierten Mitarbeitern im Betrieb ein Nachhaltigkeitsplan entwickelt und im Jahr 2018 eine eigene Energiemanagementabteilung ins Leben gerufen. Bevor 2019 das nächste Blockheizkraftwerk folgte, stand ein anderes Großprojekt auf dem Investitionsprogramm: Der Bau eines neuen, modernen Kühl- und Gefrierkomplexes. Mit dieser Betriebserweiterung eröffnete sich die Möglichkeit, Produkte vor Ort zu lagern, zu verpacken und tiefzukühlen. So konnte Verkehr vermieden und bis 2019 insgesamt 3000 t CO2 eingespart werden.
Fläche als Ressource gegen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Die Vision von einem grünen Schlachthof nahm immer mehr Gestalt an. Weitere Photovoltaik- Anlagen wurden gebaut und modernste ressourcenschonende Technik wie die Kaltwasserdesinfektion für die Messer und neue, ressourcenschonende Druckluftkompressoren und Vakuumpumpen installiert. Ende 2021 konnten so kumuliert 5000 t CO2 eingespart werden; allein in 2021 knapp 1000 t. Insgesamt hat der Betrieb in den Jahren 2010 – der ersten Investition in Nachhaltigkeit – bis Ende 2022 auf diese Weise mehr als 6100 t CO2 weniger ausgestoßen. Zu Beginn des Jahres 2023, wird der nächste Schritt in Richtung „grüner Schlachthof“ realisiert.
Dazu sollen die den Betrieb umgebenen Flächen genutzt werden. Für zwei kleinere Windräder von jeweils knapp 50 m Nabenhöhe sind die Planungen abgeschlossen und eine positive Bauvoranfrage liegt vor. Wenn diese Windräder in Betrieb gehen, produzieren sie 900 Megawattstunden (MWh) Strom und sparen damit weitere 380 t CO2 ein. Zudem ist eine große Agri-Photovoltaik in Planung. 15 000 qm Ackerund Weidefläche sollen mit Sonnenkollektoren bestückt werden. Die 1,5 ha sind für die landwirtschaftlich Nutzung nicht verloren. Agri-Photovoltaik ermöglicht eine Doppelnutzung. Die Kollektoren werden nicht flächig schräg in Sonnenrichtung montiert, sondern senkrecht mit einem gewissen Abstand, damit das Sonnenlicht freien Zugang auf die Solarflächen hat. Die einzelnen Reihen stehen so weit auseinander, dass ein Traktor zur Bewirtschaftung hindurchfahren kann. Dieses Prinzip ist vom Weinbau abgeschaut. Unter den langen Reihen der Kollektoren können Getreide, Kartoffeln oder Gemüse wachsen, das am Niederrhein bevorzugt angebaut wird. Die Anlage leistet in der Spitze bis zu 1,2 MW und weitere 630 t CO2 werden einspart. Damit sind die Flächen, die auf Betriebsgebäuden oder im Außenbereich verfügbar sind, nachhaltig ausgereizt und es müssen weitere Möglichkeiten gefunden werden, Emissionen zu verringern und die Versorgung des Betriebs mit regenerativer Energie zu erhöhen. Dabei wird die Nutzung hochenergetischen Schlachtnebenprodukte oder die Energiegewinnung aus Klärschlamm erwogen, mit deren Verwendung im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bis zu 17 GWh Biogas (entspricht etwa 3400 t CO2) gewonnen werden könnten.
Zudem hilft Arbeit an vielen Details, Verbesserungen im Kleinen, Kooperationen mit lokalen Energieanbietern und die Zusammenarbeit mit anwendungsorientierten Wissenschaftlern der Hochschule Niederrhein und dem Laserzentrum Hannover dabei, die Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Realistischerweise wird für Strom und Gas eine Eigenproduktion von 70% angestrebt.
Der „Niederrhein Manager“ hat Heinrich Manten als einen der besten Arbeitgeber in der Region ausgezeichnet.
Mit Stolz tragen wir ab sofort das Label „Attraktiver Arbeitgeber“, das uns vom Business-Magazin „Niederrhein Manager“ verliehen wurde. „Wir sehen das als Bestätigung, denn unsere Mitarbeitenden sind schon immer Teil unserer Familie“, so Marcel Manten über die Auszeichnung. „Bei uns arbeiten Menschen verschiedener Nationalitäten und jeden Alters, vom Schulabgänger in der Ausbildung bis zum Mitarbeitenden, der sein Renteneintrittsalter schon hinter sich gelassen hat und trotzdem weiter Teil unseres Teams sein möchte.“
Zusammenhalt wird bei Manten großgeschrieben. „Gerade in Zeiten der Pandemie hat sich gezeigt, dass wir uns alle aufeinander verlassen können“, so Marcel Manten weiter. Diese Wertschätzung erfährst du schon in der Ausbildung, die du aktiv mitgestalten kannst. „Und wir haben eine sehr hohe Übernahmequote“, freut sich Manten. „Es ist toll, dass so viele Azubis nach ihrer Ausbildung bei uns bleiben.“
Unterstützung bekommst du bei uns zum Beispiel bei Behördengängen, der Organisation von Fahrgemeinschaften, dem Finden geeigneter Unterkünfte und von Kindergartenplätzen in der Nähe. Um all das kümmern wir uns. Marcel Manten: „Wir möchten, dass sich unsere Mitarbeitenden bei uns wohlfühlen. Wir arbeiten seit jeher in einer familiären Atmosphäre zusammen – und das soll auch so bleiben.“
Heinrich Manten freut sich über das bestandene Audit der „Initiative Tierwohl“ (ITW). Das Label, mit dem wir ab sofort unsere Fleischprodukte vermarkten dürfen, signalisiert dir als Verbraucher bessere Haltungsbedingungen der Tiere.
„Mit Bestehen des Audits wird uns bescheinigt, dass wir Fleisch von ITW-Schweinen vertreiben dürfen. Das bedeutet, dass die Schweine unserer Landwirte 10 Prozent mehr Platz im Stall haben, Raufutter gefüttert wird und den Tieren organisches, rohfaserreiches Beschäftigungs- und Spielmaterial zur Verfügung steht“, erläutert Sebastian Manten, Geschäftsführer und Einkaufsleiter, die Funktion des Labels. „Für uns bedeutet es, dass 90 Prozent der Schweinelieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, ab Ende des 1. Quartals 2022 die Anforderungen der Initiative Tierwohl erfüllen, womit wir uns klar vom Wettbewerb der Schlachtindustrie abheben. Zudem stammen mittlerweile 93 Prozent unserer Schweine aus deutscher Geburt, im Frühjahr nächsten Jahres werden es 95 Prozent sein.“ Manten sieht die Ziele der Initiative Tierwohl als Chance und Herausforderung der deutschen Tier- und Fleischproduktion, da so der Grundstein für eine stärkere Abhebung vom europäischen Markt gelegt wird. Die konventionelle Tierhaltung hingegen ist ein Auslaufmodell. Dazu setzen wir auf die 5xD-Lösung, um auch der heimischen Land- und Fleischwirtschaft den Rücken zu stärken: Schweine in der Fleischproduktion sollen in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet werden.
Die „Initiative Tierwohl“ ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss aus Fleischwirtschaft, Landwirtschaft und Einzelhandel für mehr Tierwohl in der Fleischproduktion. Alle Teilnehmenden übertreffen gesetzliche Standards in der Tierhaltung, die regelmäßig und unabhängig überprüft werden. „Wir freuen uns sehr, als Teil der ‚Initiative Tierwohl‘ zu besseren Haltungsbedingungen der Tiere beizutragen“, so Sebastian Manten.
Unter der Leitung der Hochschule Niederrhein haben die IHK Mittlerer Niederrhein sowie fünf Unternehmen aus der Region, darunter Heinrich Manten, Maßnahmen zur Energieeinsparung erarbeitet.
Im Energieeffizienz-Netzwerk „Energiekostenmanagement-DIALOG 2“ können so über 18.000 Megawattstunden pro Jahr eingespart werden, was die Unternehmenswerte um vier Millionen Euro steigert. Ein weiteres Netzwerk ist bereits in Planung.
„Auf das Ergebnis können die teilnehmenden Unternehmen stolz sein“, erklärt Professor Ulrich Nissen vom Lehrstuhl für Controlling und Energiemanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule. Er war mit seinem Team verantwortlich für Moderation und Organisation des Netzwerks. Dominik Heyer, Energiereferent der IHK Mittlerer Niederrhein, ergänzt: „Das Netzwerk war auf die systematische Weiterentwicklung der in den Unternehmen vorhandenen Energiemanagementsysteme ausgerichtet.“
Durch die Teilnahme an der bundesweiten Initiative für Energieeffizienz-Netzwerke wurde ein offizieller Beitrag zum „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ geleistet.
Heinrich Manten ist seit langem ganz vorne mit dabei, wenn es um Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit geht – durch einen bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Reduktion von Emissionen in Luft und Wasser. Getreu unserem Motto: Wir schützen unsere Heimat, denn sie gibt uns alles, was wir zum Leben brauchen.
